Skip navigation links
Albaraka Turk
Alstom
BASF
BNP Paribas
Bosch
Cargill
Citibank
Coca-Cola
DHL
Ericsson
Ford
GE
HSBC
Huawei
Hyundai
Intel
Kuwait Turk
MAN
MANGO
Microsoft
Nestlé
Pfizer
Pirelli
Schneider Electric
Shell
Siemens
Toyota
Unilever
Diese Seite gibt es Druckansicht Seite.
Klicken Sie hier, um zu der Seite zurückzukehren.
Seite drucken

Siemens 

 

Die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Siemens begannt mit des 19. Jahrhunderts mit der Entscheidung des Osmanischen Reichs, ein Telegraphensystem im Land aufzubauen. Siemens Halske, das mit dieser Aufgabe betraut wurde, führt das erste Siemens-Projekt in der Türkei durch und gründete das Telegraphenzentrum in Istanbul.

 

Angespornt von der großen Begeisterung, mit der sowohl die Herrscher im Reich als auch die Bürger die neue Kommunikationstechnologie aufnahmen, wurden bis 1881 die ersten Telefonleitungen in Istanbul verlegt. Siemens’ Investitionen setzten sich auch in den Folgejahren durch, und der Aufbau der Telefoninfrastruktur wurde selbst in Kriegszeiten vorangetrieben.

 

Nach der Einführung des Telefons ins öffentliche Leben begannen Studien zur Elektrifizierung der Stadt. Nach Thessaloniki und Izmir wurde im Jahr 1914 auch Istanbul als dritte Stadt an das Stromnetz angeschlossen. Bis Ende 1920 wurden 2.055 Haushalte mit Strom versorgt und es gab eine elektrische Straßenbeleuchtung. Die türkische Gesellschaft kam in den Genuss von Diensten wie Strom, Telefon, Telegraphie und Straßenbeleuchtung; viele davon wurden durch Siemens eingeführt. Doch erst mit Beginn der öffentlichen Übertragung von Radiosendungen 1927 wurde der Name Siemens allgemein bekannt. Damals wurden zahlreiche Siemens-Radios von dem neu gegründeten Unternehmen Siemens-Türk importiert.

 

Die 50er Jahre waren eine Zeit der Industrialisierung, in der die Türkei ein neues Wirtschaftsprogramm einführte mit dem Ziel, Fabriken für die lokale Herstellung von Produkten wie Zucker, Zement, Eisen und Stahl zu bauen, um die Importabhängigkeit des Landes zu verringern.

 

In dieser Entwicklungsphase wurde es unverzichtbar, dass Siemens als ein Unternehmen, das einen Beitrag zum Entwicklungspotenzial der Türkei leisten konnte, eigene Technologie ins Land brachte. In diesem Zusammenhang unterstützte Siemens die Entwicklung der Türkei durch die Gründung von Simko, eines Partnerschaftsunternehmens mit der Koc-Gruppe, im Jahr 1958. Bereits 1961 errichtete Simko seine erste Fabrik in Kartal, Istanbul. Von diesem Zeitpunkt an trug das schnelle Wachstum des Unternehmens maßgeblich zur raschen Industrialisierung der Türkei bei.

 

Die 1964 in Mudanya, Bursa, gegründete Kabelfabrik von Siemens Türkei deckte einen großen Teil des enormen türkischen Bedarfs an Strom-, Fahrzeug- und Telekommunikationskabeln. Im Jahr 1999 wurde dieses Unternehmen in drei Teile aufgeteilt; die Kabelsparte in der Türkei wurde an Pirelli verkauft.

 

In den 80er Jahren durchlief Siemens Türkei dieselben tief greifenden Veränderungen wie das Land selbst. Volkswagen Electricity Systems und Osram Ampoule entstanden. In den 90er Jahren wurden Siemens Nixdorf Computer Systems und Siemens Home Appliances (SHA) gegründet. SHA übernahm 1995 66 % von PEG Profilo. Siemens System Services und Siemens Financial Renting schlossen sich 1997 zusammen. Es entstanden drei neue Unternehmen – Masterguard Power Sources, Siemens Fiber Optic Cables und Siemens Automotive – und Siemens Nixdorf wurde zu Fujitsu Siemens Computer Systems.

 

Im Jahr 2001 ging Simko vollständig in den Besitz von Siemens über und wurde in Siemens San. ve Tic. A.S. umbenannt. Dieses Unternehmen übernahm 2003 auch die Siemens Cerberus Security Systems Corporation.

 

In der Türkei ist die Siemens AG, vertreten durch Siemens Sanayi ve Ticaret A.S., in Istanbul-Kartal auf einem Betriebsgelände von 90.000 m2 tätig, davon 63.000 m2 überdacht. Siemens war in der Türkei Vorreiter bei der Einführung zahlreicher innovativer Technologien auf dem Gebiet der Elektrizität, Elektronik und Elektrotechnik.

 

Mit über 150 Jahren Erfahrung und Know-how ist Siemens ein Unternehmen, das Komplettlösungen entwickelt und die Bedürfnisse seiner Kunden aus einer Hand abdeckt. Es entwickelt ganzheitliche Lösungen für den türkischen Industrie-, Energie- und Gesundheitssektor. Am Standort Kartal fertigt Siemens Nieder- und Mittelspannungs-Schaltanlagen sowie Produkte rund um Stromunterbrechungs- und Isolierungstechniken.

 

Entsprechend seinen Expansionsplänen für die Türkei hat Siemens in der organisierten Industriezone Gebze in Produktionsanlagen im Energiesektor investiert. Das neue Werk in Gebze gehört zu den modernsten Fertigungsstätten Europas.

 

Der Siemens-Standort Gebze ist das erste Werk in der Türkei, das nach dem LEED-Gold-Standard (Leadership in Energy and Environmental Design) zertifiziert wird. Er zeichnet sich durch eine effiziente Nutzung natürlicher Energiequellen sowie die Durchführung geeigneter Maßnahmen für Kosteneinsparungen und ein gesundes Arbeitsumfeld aus.

 

Zu den Produkten, die das Unternehmen in eine weite geographische Region von Nahost bis Fernost exportiert, gehören teilweise Hoch- und Mittelspannungs-Schaltanlagen. Die Leistungsschalter werden in fünf und Automationsprodukte in drei Kontinente exportiert. Der Siemens-Konzern beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter.