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Infrastruktur und Logistik 

Energieinfrastruktur

 

Die Türkei hat ihre installierte Leistung zur Stromerzeugung von 38.843 MW im Jahr 2005 auf 73.147 MW im Jahr 2015 erhöht. Der Sektor erwartet ein steigendes Wachstum zur Erfüllung des Regierungsziels von 120.000 MW installierter Leistung bis zum hundertjährigen Jubiläum der Republik im Jahr 2023.

 

Stromerzeugung: Installierte Leistung (MW)

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

38.843

40.565

40.777

41.817

44.761

49.524

52.911

57.059

64.007

69.520

73.147

 

Quelle: Türkisches Stromübertragungsunternehmen (TEIAS)

 

Effizienz und Angemessenheit der Energieinfrastruktur

(0: ineffizient und unangemessen – 10: effizient und angemessen)

 

 

Quelle: IMD World Competitiveness Online 1995-2016

  

Telekommunikationsinfrastruktur

 

Telekommunikationsinfrastruktur

2015

Mobiltelefonabonnenten

73,7 Millionen

Festnetzabonnenten

11,5 Millionen

Mobile Breitbandabonnenten

39,1 Millionen

Breitbandabonnenten

48,6 Millionen

 

Quelle: Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICTA)

 

Kommunikationstechnologie (Sprache und Daten)

(0: Erfüllt die Geschäftsanforderungen nicht – 10: Erfüllt die Geschäftsanforderungen)

 

 

Quelle: IMD World Competitiveness Online 1995-2016

 

Transportinfrastruktur

 

Transportinfrastruktur

2015

Flugpassagiere

182 Millionen

Flughäfen

55 (39 (25 permanente und 14 saisonale) international)

Straßennetz

66.244 km

  • Autobahnen

2.289 km

  • Staatsstraßen

31.215 km

  • Provinzstraßen

32.740 km

Schienennetz

12.532 km

  • Traditionelle Trasse

11.319 km

  • Hochgeschwindigkeitstrasse

1.213 km

Seehafenumschlag

416 Millionen Tonnen

  • Beladung

118 Millionen Tonnen

  • Entladung

235 Millionen Tonnen

  • Transit

63 Millionen Tonnen

Luftfracht

3,1 Millionen Tonnen

  • National

887.000 Tonnen

  • International

2,2 Millionen Tonnen

 

Quelle: Ministerium für Transport, Seefahrt und Kommunikation

 

Einer der wichtigsten Vorteile der Türkei ist ihre Logistikbranche, die seit dem Beitritt zur EU-Zollunion eine bedeutende Entwicklung genommen hat. Die Infrastruktur der Branche, eine einzigartige Kombination geografischer, physischer und unternehmerische Eigenschaften, macht sie zu einem Schlüsselfaktor für ausländische Investoren. Sie bietet Folgendes:

 

  • Die Nähe der Türkei zu großen Märkten wie GUS, Naher Osten und Nordafrika machen 1,6 Mrd. Kunden leicht erreichbar.
  • Die Türkei spielt eine Schlüsselrolle als Bindeglied der paneuropäischen Transportkorridore nach Zentralasien. Zudem hat das Mittelmeerbecken, an das das Land grenzt, bei Ost-West- und Nord-Südverbindungen an Bedeutung gewonnen.
  • Die Türkei hat von 2003 bis 2015 253,3 Mrd. TRY in die Transport- und Kommunikationsinfrastruktur investiert, 23,1 Mrd. TRY davon in Form von PPP-Investitionen.
  • Das nationale Straßen- und Schienennetz wurde komplett in die eurasische Infrastruktur integriert. Das Seidenstraßen-Bahnprojekt wird eine einheitliche Bahnverbindung zwischen Europa, dem Nahen Osten, den Turkstaaten und dem Fernen Osten durch die Türkei schaffen. Regelmäßige Lkw-Transporte und Roll-on/Roll-off-Fährverbindungen (Ro-Ro) sorgen für weitere Logistikkapazitäten.
  • Mit dem zügigen Ausbau des Hochgeschwindigkeitsschienennetzes ist die Türkei inzwischen Nummer 6 in Europa und Nummer 8 weltweit in Bezug auf die Hochgeschwindigkeitstrasse. Ziel des Landes sind 12.000 km Hochgeschwindigkeits- und Schnellzugtrassen bis 2023 sowie 18.000 km Hochgeschwindigkeits- und Schnellzugtrassen bis 2035. Zu den Projekten zählen:

 

o   Hochgeschwindigkeits-Bahnprojekt Ankara-Sivas

o   Hochgeschwindigkeits-Bahnprojekt Sivas-Erzincan-Erzurum-Kars

o   Hochgeschwindigkeits-Bahnprojekt Ankara-Polatli-Afyon-Usak-Izmir

o   Schnellzug-Projekt Bursa-Bilecik

o   Schnellzug-Projekt Konya-Karaman

o   Schnellzug-Projekt Karaman-Niğde-Mersin

 

  • Gesetz 6461 zur Liberalisierung des Schienentransports in der Türkei wurde am 1. Mai 2013 erlassen. Die volle Umsetzung des Gesetzes im Schienenmarkt wird für Ende 2016 nach Verbreitung aller sekundären Rechtsvorschriften erwartet.

 

Effizienz in der Verteilungsinfrastruktur für Waren und Dienstleistungen

(0: ineffizient – 10: effizient)

 

 

Quelle: IMD World Competitiveness Online 1995-2016

 

Megaprojekte

 

  • Marmaray: Der Marmaray ist ein unterseeischer Bahntunnel, der die asiatische und europäische Seite Istanbuls verbindet. Seine erste Phase ist seit Oktober 2013, dem 90. Jubiläum der Republik Türkei, in Betrieb. Marmaray ist ein wichtiger Bestandteil des Istanbuler Schienennetzes mit Verbindungen zur Istanbuler Metro und zur Hochgeschwindigkeits-Bahnverbindung zwischen Istanbul und Ankara. Seit seiner Eröffnung wurde der Marmaray von über 120 Mio. Passagieren genutzt.
  • Dritte Bosporusbrücke und Nordmarmara-Autobahn: Die dritte Bosporusbrücke (Yavuz-Sultan-Selim-Brücke) verbindet die europäische mit der asiatischen Seite Istanbuls. Sie wurde als Hybridbrücke gebaut und ist damit die breiteste und längste kombinierte Straßen- und Zugbrücke der Welt. Die Brücke ist Teil des Autobahnprojekts Nordmarmara, das sich von Adapazari über Sakarya bis Tekirdag erstreckt. Nach ihrer vollständigen Inbetriebnahme wird die Brücke die Belastung der vorhandenen beiden Brücken über den Bosporus senken und einen Transitkorridor für Frachttransporte vorbei am geschäftigen Stadtzentrum bilden. Das Projekt hat rund 6.000 Arbeitsplätze geschaffen und die Bauarbeiten haben mit 1,75 Mrd. TRY jährlich zur türkischen Wirtschaft beigetragen.
  • Eurasia-Tunnel: Der Autobahntunnel erlaubt motorisierten Fahrzeugen die Durchfahrt unter dem Marmarameer zwischen Asien und Europa. Der 3,34 km lange zweistöckige unterseeische Tunnel wird eine Tageskapazität von 120.000 Fahrzeugen haben und die Entfernung zwischen Kazlicesme auf europäischer und Göztepe auf asiatischer Seite wesentlich verkürzen. Die Eröffnung ist für Ende 2016 geplant. Die erwarteten Kraftstoffeinsparungen aufgrund des Tunnels liegen bei rund 38 Mio. Liter jährlich. Außerdem reduziert das Projekt, das Arbeitsplätze für 1.800 Menschen bietet, den CO2-Ausstoß um 82.000 Tonnen pro Jahr.
  • Dritter Flughafen Istanbul Ein Jointventure türkischer Unternehmen erhielt den Zuschlag in der Ausschreibung zum Bau des dritten Flughafens in Istanbul im Mai 2013. Die Unternehmen zahlen der Regierung 22,1 Mrd. EUR zzgl. Steuern für das Recht, den Flughafen ab 2017 für 25 Jahre zu betreiben. Das Projekt, dessen Kosten bei schätzungsweise 33 Mrd. EUR inkl. sämtlicher Investitionen und Jahresmiete liegen werden, ist das bisher größte Projekt des Landes. Gelegen im Nordwesten, auf der europäischen Seite Istanbuls, wird das Terminal mit einer Kapazität von 150 Mio. Passagieren eine Verbindung zur dritten Bosporusbrücke über die Nordmarmara-Autobahn haben. Der Flughafen wird eine entscheidende Rolle beim Ausbau Istanbuls zu einem Drehkreuz für den globalen Luftverkehr spielen. Die erste Phase des Flughafens umfasst zwei Start- und Landebahnen sowie ein Terminal mit einer Kapazität von 90 Mio. Passagieren pro Jahr. Sie soll 2018 in Betrieb gehen.
  • Autobahn Gebze-Orhangazi-Izmir und Brücke über die Bucht von Izmit: Dieses Projekt verkürzt die Landstrecke zwischen Istanbul und Izmir, der drittgrößten Stadt der Türkei. Es umfasst die 3 km lange Brücke über die Bucht von Izmit (Osman-Gazi-Brücke), die viertgrößte Hängebrücke der Welt.
  • Dreistöckiger Grand-Istanbul-Tunnel: Der dreistöckige unterseeische Tunnel unter dem Bosporus wird die asiatische und europäische Seite Istanbuls verbinden und zwei Autobahn- sowie eine Bahnstrecke umfassen. Der 6,5 km lange Tunnel wird 110 m unter dem Meeresspiegel verlaufen und der erste seiner Art weltweit sein. Er wird nicht nur die Verkehrsbelastung der Brücken über den Bosporus reduzieren, sondern auch Zeiteinsparungen maximieren.
  • Canakkale-Hängebrücke: Diese Brücke wird am Westende des Marmarameers nahe der Provinz Canakkale erbaut. Sie wird die Dardanellen überspannen und mit einer Spannweite von 2 km die längste Hängebrücke weltweit sein. Die Brücke mit drei Spuren pro Fahrtrichtung sowie einer Bahntrasse ist Teil der Autobahn Canakkale-Tekirdag-Kinali-Balikesir.
  • Istanbul-Kanal: Der Kanal ist als künstlicher Wasserweg auf Meereshöhe geplant und wird parallel zum Bosporus das Schwarze Meer mit dem Marmarameer verbinden. 47 km lang und 150 m breit wird er eine Entlastung für den Schiffsverkehr auf dem Bosporus darstellen, insbesondere für Tankschiffe. Der Kanal wird eine Kapazität von 160 Schiffen pro Tag haben und mit einem enormen Wachstumspotenzial in seiner unmittelbaren Umgebung zahlreiche Investitionsmöglichkeiten bieten.
  • Nahverkehr-Ausbau Gebze-Halkali: Der Ausbau der Zugstrecken, die die Außenbezirke Istanbuls auf europäischer Seite mit denen auf asiatischer Seite verbinden sollen, wird 2018 abgeschlossen sein. Das Projekt im Wert von 1 Mrd. EUR hat über 800 Arbeitsplätze geschaffen und rund 500 Mio. TRY erwirtschaftet.
  • Zugverbindung Baku-Tbilisi-Kars: Diese Zugverbindung wird nach zwei großen Energiepipeline-Projekten das drittgrößte Gemeinschaftsprojekt von Aserbaidschan, Georgien und der Türkei sein. Nach seiner Fertigstellung wird das Bahnprojekt eine Kapazität von 1 Mio. Passagieren und 6,5 Mio. Tonnen Fracht pro Jahr haben. Bis 2034 soll sich diese Kapazität auf 3 Mio. Passagiere und 17 Mio. Tonnen Fracht erhöhen. Das Projekt hat 8.237 Arbeitsplätze geschaffen und bisher einen Beitrag von 988 Mio. TRY zur Wirtschaft geleistet. Eine Testfahrt auf der Bahnstrecke ist für Ende 2016 geplant.
  • Ovit-Tunnel: Der Bau eines neuen Autobahntunnels im Nordwesten der Türkei – der zu den längsten Tunneln der Welt zählen soll – stärkt die kommerziellen Perspektiven lokaler Investoren sowohl regional als auch international. Der Tunnel soll durch den Berg Ovit zwischen Ikizdere, einem Bezirk in der nordwestlichen Provinz Rize, und dem Distrikt Ispir in der östlichen Provinz Erzurum verlaufen. Der duale Tunnel wird inklusive der Verbindungsstraßen eine Länge von mehr als 14,7 km haben. Der Bau des Projekts soll Ende 2017 abgeschlossen sein.

 

Zu den wichtigen Projekten im Bereich der Seefahrt zählen der Hafen Candarli in der Ägäis, der zweite Containerhafen von Mersin am Mittelmeer und der Hafen Filyos im Schwarzen Meer. Mit diesen Projekten, eines an jedem der drei Meere, die die Türkei umgeben, steigert die Türkei ihre Containerumschlagkapazität um mehr als das Dreifache.