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Makroökonomische Indikatoren 

Haushaltsdisziplin und eine strikte Finanzpolitik bleiben die wichtigsten Stützpfeiler des türkischen Wirtschaftsprogramms und haben maßgeblich zu Inflationsabbau und starkem Wachstum beigetragen. Neben soliden makroökonomischen Strategien hat die Türkei ein umfassendes und weitreichendes Programm struktureller Reformen umgesetzt. Im Vergleich mit den Entwicklungen in anderen Ländern ist der Erfolg der Türkei bemerkenswert, vor allem in Bezug auf die Geschwindigkeit der strukturellen und institutionellen Veränderungen. Die Türkei hat zweifellos große Fortschritte gemacht und ihren Finanzsektor umstrukturiert sowie den öffentlichen Sektor und das Geschäftsumfeld verbessert.

 

Die durchgeführten Strukturreformen haben folgende Ziele:

 

  • Verbesserung der Rolle des privaten Sektors in der türkischen Wirtschaft
  • Optimierung der Effizienz und Robustheit des Finanzsektors
  • Stabilisierung des sozialen Sicherungssystems

 

Diese Reformen führten zu einer Verbesserung der makroökonomischen Grundlagen der türkischen Wirtschaft.

 

Wirtschaftswachstum

 

Gesunde Wirtschaftsrichtlinien in Kombination mit tatkräftigen Wirtschaftsreformen haben zu herausragenden Ergebnissen geführt. Die Wirtschaft verzeichnete während der letzten acht Jahre ein stabiles Wachstum. Aufgrund der konsequenten Umsetzung von Strukturreformen und erfolgreichen gesamtwirtschaftlichen Strategien ist die Türkei heute eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in ihrer Region.

 

Stabilität und hohe Wirtschaftsleistung

 

Zwischen 2002 und 2010:

 

  • stieg das BIP um 218 % auf 736 Mrd. US-Dollar.
  • erhöhte sich das durchschnittliche reale BIP um ca. 4,8 % p. a.
  • sank die Inflation von 30 % auf 6,4 %.
  • sank die Neuverschuldung von 74 % des BIP auf 42 % des BIP.
  • sank das Haushaltsdefizit 10 % des BIP auf etwa 3 % des BIP.

 

Jährliche Gesamtwachstumsrate des BIP (%) bei konstanten Preisen

 

Quelle: Türkisches Statistikamt (TurkStat)

 

In den vergangenen acht Jahren gehörte die Türkei zu den wachstumsstärksten Schwellenländern.

 

Jährliche Gesamtwachstumsrate des BIP (%)

2002–2010 bei konstanten Preisen

 

Quelle: IWF – World Economic Outlook, April 2011

 

2010 war die Türkei die wachstumsstärkste Volkswirtschaft Europas und eine der wachstumsstärksten der Welt.

 

Reales BIP-Wachstum 2010 (%)

 

Quelle: IMF World Economic Outlook, April 2011, türkisches Statistikamt (TurkStat)

 

Mit dem stetigen Wachstum der türkischen Wirtschaft ist auch der Lebensstandard erheblich gestiegen. Das Pro-Kopf-BIP erhöhte sich von umgerechnet 3.492 US-Dollar im Jahr 2002 auf 10.079 US-Dollar im Jahr 2010. 


Pro-Kopf-BIP – aktuelle Preise (US-Dollar)

 

Quelle: Türkisches Statistikamt (TurkStat)

 

BIP 2010 – aktuelle Preise (Milliarden US-Dollar)

 

Quelle: IWF – World Economic Outlook, April 2011

 

Rückläufige Inflation

 

Einer der bemerkenswertesten Aspekte der türkischen Wirtschaft während der letzten Jahre war die deutliche Reduzierung der Inflation bei gleichzeitig starkem Wachstum und sprunghaft ansteigenden Energiepreisen. Die jährliche Inflationsrate fiel von rund 70 % Anfang 2002 in den einstelligen Bereich und erreichte bis Ende 2010 einen Stand von 6,4 %.

 

Durchschnittliche Inflation in den Perioden (%)

 

Quelle: Türkisches Statistikamt (TurkStat)

 

Umsichtige Finanzpolitik

 

Die Haushaltsdisziplin ist weiterhin der Eckpfeiler für die makroökonomische Leistung der türkischen Wirtschaft.

 

Dank dieser umsichtigen Finanzpolitik hat die Türkei ihre Schulden verringert und gehört heute beim Abbau staatlicher Schulden zu den Spitzenreitern der europäischen Volkswirtschaften. Seit 2004 erfüllt die allgemeine Schuldenstandsquote das Maastricht-Kriterium von 60 %.


Von der EU definierter öffentlicher Schuldenstand (% des BIP)

 

Quelle: Unterstaatssekretariat für Finanzen

 

Öffentlicher Schuldenstand 2010 (% des BIP)

 

Quelle: IWF – World Economic Outlook, April 2011

 

Von der EU definiertes öffentliches Haushaltsdefizit (% des BIP)

 

Quelle: Unterstaatssekretariat für Finanzen, Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Kommission (ECFIN)

 

Allgemeines Regierungs-Haushaltsdefizit 2010 (% des BIP)

 

Quelle: IMF World Economic Outlook, April 2011, Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Kommission (ECFIN)