Skip navigation links
10 Gründe für eine Investition in der Türkei
Investoren-Info
Vor der Ankunft in der Türkei
Arbeitserlaubnis
Aufenthaltsgenehmigung
Unternehmensgründung in der Türkei
Vermögensübertragung
Geschäftskosten in der Türkei
Zugang zu Finanzmitteln
Staatliche Förderung
Mitarbeiter und Sozialbeiträge
Beschäftigungsbedingungen
Kündigung von Beschäftigungsverhältnissen
Türkisches Sozialversicherungssystem
Steuern
Investitionszonen
Demographische Aspekte
Regulierungs- und Aufsichtsbehörden
Infrastruktur und Logistik
Makroökonomische Indikatoren
ADI in der Türkei
Außenhandel
Investitionsgesetze
Diese Seite gibt es Druckansicht Seite.
Klicken Sie hier, um zu der Seite zurückzukehren.
Seite drucken
 

Kündigung von Beschäftigungsverhältnissen 

Nach den zutreffenden Vorgaben des Arbeitsrechtes Nr. 4857 müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Kündigung eines Beschäftigungsverhältnisses bestimmte Fristen einhalten, die in der folgenden Tabelle aufgeführt werden.  

 

Minimal erforderliche Kündigungsfristen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Beschäftigungsdauer

Frist

0 – 6 Monate

2 Wochen

6 – 18 Monate

4 Wochen

18 – 36 Monate

6 Wochen

mehr als 36 Monate

8 Wochen

 

Beschäftigungsverhältnisse können auf zwei Weisen gekündigt werden:


1) Fristgerechte Kündigung

 

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer können ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis unter Einhaltung der in der obigen Tabelle angegebenen Fristen kündigen. Bei Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Kündigungsfristen ist die so agierende Partei verpflichtet, zur Auflösung des Beschäftigungsverhältnisses der Kündigungsfrist entsprechende Vergütungen zu leisten.

 

2) Beendigung eines Beschäftigungsverhältnisses vor Ablauf der Vertragsdauer oder fristlos aus gerechtfertigten und rechtmäßigen Gründen gemäß Arbeitsrecht.

 

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer sind in folgenden Feldern berechtigt, ein Beschäftigungsverhältnis vor Ablauf der Vertragsdauer oder fristlos zu kündigen:

 

  • Gesundheitliche Gründe

  • Bei unmoralischem, unredlichem, bösartigem und ähnlichem Verhalten

  • Höherer Gewalt


Abfindung

 

Arbeitnehmer, deren Beschäftigungsverhältnis unter Einhaltung der Bestimmungen des Arbeitsrechtes in Eigeninitiative oder durch den Arbeitgeber gekündigt wird, erhalten eine Abfindung, die von der Dauer der Firmenzugehörigkeit abhängig ist. Diese Entschädigungssumme errechnet sich auf der Grundlage des Bruttogehaltes der letzten 30 Tage des Beschäftigungsverhältnisses pro Jahr ab Beginn des Beschäftigungsverhältnisses. Die 30-Tage-Zahlung pro Beschäftigungsjahr darf die halbjährlich festgelegte Obergrenze nicht überschreiten. Allerdings können das obige Limit überschreitende Abfindungszahlungen vereinbart werden, sofern der Arbeitsvertrag eine entsprechende Klausel aufweist.

 

Unter folgenden Umständen genießen Arbeitnehmer Anspruch auf Abfindung:

 

  • Aufgabe der Arbeitsstelle aufgrund verpflichtendem Militärdienst (bei Männern)
  • Ruhestand (zum Bezug von Altersruhegeldern, Pensionen oder Erwerbsunfähigkeitsentschädigungen seitens zuständiger Versicherungen)
  • Ausscheiden des Arbeitnehmers nach Abschluss von 3600 beitragspflichtigen Arbeitstagen und 15 Jahren Versicherungszugehörigkeit (bei Erfüllung der Ruhestandbedingungen unter Ausschluss der Altersgrenze und Ausscheiden mit einem dem Arbeitgeber vorgelegten Dokument der Sozialversicherung, aus dem die Erfüllung der Ruhestandbedingungen mit Ausschluss der Altersgrenze hervorgeht)
  • Freiwilliges Ausscheiden weiblicher Mitarbeiter innerhalb eines Jahres nach Eheschließung
  • Tod des Arbeitnehmers
  • Beendigung des Arbeitsvertrages durch den Arbeitgeber aus nicht gemäß Arbeitsrecht gültigen Gründen sowie Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses durch den Arbeitgeber aus gültigem Grund

 

Arbeitsplatzsicherheit

 

Laut Arbeitsgesetz, falls das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber gekündigt ist, ist es erforderlich dem Arbeitnehmer der eigentliche Grund dieser Kündigung mitzuteilen, und der Grund der Kündigung muss gültig sein. Der Arbeitnehmer hat das Recht Anspruch auf ein Gerichtsverfahren in Arbeitsgericht innerhalb eines Monats ab dem Datum der Mitteilung der Kündigung zu erheben. In dieser Klage gehört die Haftung, die beweist, dass die Kündigung auf einem triftigen Grund basiert ist, zum Arbeitgeber, und wenn der Arbeitnehmer behauptet, dass die Kündigung aus einem anderen Grund stattgefunden hat, dann ist er / sie verpflichtet, diese Behauptung zu beweisen. Wenn das Gericht entscheidet, dass die Kündigung unwirksam ist und der Mitarbeiter wieder eingestellt werden soll, und wenn der Arbeitnehmer sich nicht bei dem Arbeitgeber innerhalb von zehn Arbeitstagen ab dem Tag der Zustellung der Entscheidung meldet, dann gilt die Kündigung durch den Arbeitgeber gültige Kündigung, und die Arbeitgeber ist nur für die Rechtsfolgen verantwortlich gemacht.