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Türkisches Sozialversicherungssystem 

Das türkische Sozialversicherungssystem wurde 2007 grundlegend reformiert und ist heute ein effizienteres, schnell funktionierendes System, das auf einer zentralen Verwaltung der verschiedenen Sozialversicherungsanstalten durch eine einzige Institution basiert.

 

Die drei Versicherungsanstalten SSK, Emekli Sandigi und Bag-Kur wurden 2007 unter dem Dach einer zentralen Behörde, dem Sozialversicherungsinstitut (SSI), zusammengefasst. Mit Stand 2008 deckten die drei Versicherungsanstalten zusammen rund 81 % der Bevölkerung ab. Das System ist seit Anfang 2008 voll funktionsfähig.

 

Sozialbeiträge

 

Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind jeweils zur Entrichtung von Sozialbeiträgen (in Prozent des Arbeitnehmer-Bruttoeinkommens) verpflichtet. Um einen Überblick zu geben, stehen in der folgenden Tabelle die Preise für das Thema.

 

Sozialbeiträge (Büroangestellte)

Risikokategorie

Arbeitgeberanteil (%)

Arbeitnehmeranteil (%)

Gesamt (%)

Kurzfristige Risiken

2*

-

2*

Langfristige Risiken

11

9

20

Allgemeine Krankenversicherung

7,5

5

12,5

Beitrag zur Arbeitslosenversicherung

2

1

3

Gesamt

22,5*

15

37,5*

* Gemäß Gesetz Nr. 6385 sind die Prämiensätze im Hinblick auf kurzfristige Risiken in 2% für alle Arbeitgeber unabhängig von der Risikosätze festgelegt.

 

Ausländische Staatsangehörige, die Sozialversicherungsbeiträge in ihrem Heimatland abführen, brauchen in der Türkei keine Sozialbeiträge zu leisten, wenn zwischen dem Heimatland und der Türkei ein Gegenseitigkeitsabkommen besteht.

 

Beiträge zur Arbeitslosenversicherung

 

Arbeitnehmer, Arbeitgeber und der Staat müssen einen Pflichtbeitrag in Höhe von 1 %, 2 % bzw. 1 % des Arbeitnehmer-Bruttoeinkommens in den Arbeitslosenversicherungsfonds einzahlen. Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden ebenso wie die Sozialbeiträge monatlich entrichtet. Arbeitgeber können diese Beiträge von ihrem zu versteuernden Einkommen in Abzug bringen. Auf der anderen Seite mindern die Arbeitnehmerbeiträge das zu versteuernde Einkommen des Arbeitnehmers.

 

Ein ausländischer Staatsangehöriger, der in seinem Heimatland weiterhin gesetzlich versichert ist, braucht in der Türkei keine Sozialversicherungsbeiträge zu leisten, sofern zwischen seinem Heimatland und der Türkei ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Der Nachweis über den Versicherungsschutz im Ausland ist beim örtlichen Sozialversicherungsamt vorzulegen. Ist der Arbeitnehmer nicht im Ausland sozialversichert, würden in der Regel die vollen Beiträge anfallen. Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden zusammen mit den Sozialbeiträgen beim Sozialversicherungsinstitut gemeldet und dorthin entrichtet.