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Chemie 

Die Chemieindustrie ist ein wichtiger Zulieferer für viele Industriezweige. Dazu gehört die Automobilindustrie ebenso wie die Fertigungsbranchen für Lederfabrikate, Glas, Textilien und Papierprodukte.

 

Die Türkei besitzt als einer der weltweiten Hauptproduzenten von Sodaasche, Chrom und Bor einen Wettbewerbsvorteil. Zu den von der türkischen Chemieindustrie exportierten Produkten zählen hauptsächlich petrochemische Erzeugnisse, Düngemittel, Arzneimittel, Synthetikfasern und -garne, Seifen und Reinigungsmittel sowie Lacke.

 

Es gibt in der türkischen chemischen Industrie etwa 314 Firmen mit ausländischen Investoren. Damit besitzt die Branche einen Anteil von 13 % am ausländischen Kapital in der Türkei.

 

Das Exportvolumen der türkischen Chemieindustrie ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. 2010 war die Chemieindustrie einer der wichtigsten Exportbereiche bei den Gesamtexporten aus der Industrie.

 

  • Der Wert chemischer Exporte betrugt 2010 ca. 7,5 Mrd. US-Dollar, was einem Anteil von 6,5 % an den Gesamtexporten der Türkei entspricht.
  • Die wichtigsten Exportprodukte der türkischen Chemieindustrie sind Kunststoffprodukte wie Leitungen, Rohre, Schläuche und Armaturen. Auf dem zweiten Platz bei den Exportprodukten stehen Seifen, Reinigungsmittel und Kosmetika. Zu den weiteren wichtigen Produktgruppen zählen anorganische Chemikalien und dosierte Medikamente.

 

Quelle:
Bektasoglu Songul, „Chemical Industry“
Unterstaatssekretariat der Außenhandels-Exportförderungszentrale 2010
Timur Erk, „Turkish Chemical Industry“

  

Stärken

  • Hohes Exportpotenzial

  • Bedeutendes Wachstumspotenzial für viele Untersektoren (z. B. Pharmazie, Haushaltsreiniger und Körperpflege, Beschichtungen usw.)

  • Kenntnis und Unterstützung der EU-Chemikalienverordnung REACH in der Branche

  • Junge, talentierte Arbeitskräfte

  • Geostrategische Bedeutung der Türkei

  • Verfügbarkeit einiger seltener Rohstoffe (Sodaasche, Bor, Chrom)

Schwächen

  • Relativ geringe Größe gemessen an internationalen Standards

  • Unzureichende Anlagen für die Entsorgung gefährlicher Abfälle

  • Nicht registrierter Handel innerhalb der Industrie

 

Chancen

  • Effizienzsteigerung durch F&E-Investitionen und Mitarbeiterschulungen

  • Wahrscheinlicher Ausbau der lokalen Raffineriekapazität

  • Wahrscheinliche Partnerschaft der Türkei mit der EU

  • Zunehmende Investitionen im privaten Sektor

  • Bessere Handelsbeziehungen zu Nachbarstaaten

Risiken

  • Schwankende Rohstoffpreise

  • Langer Zeitplan für die Partnerschaft der Türkei mit der EU


     

 

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