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Rang der Türkei auf dem europäischen Strommarkt.​
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Rang der Türkei im Energieverbrauch in Europa.​
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Rang der Türkei bei der weltweiten Erzeugungskapazität für Geothermie.​
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Rang der Türkei beim Gasverbrauch in Europa.​
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Die Nachfrage nach Energie und natürlichen Ressourcen hat aufgrund des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums in der Türkei zugenommen. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5,5 Prozent seit 2002 verzeichnete der Sektor das schnellste Wachstum in der OECD. Seitdem hat sich die Primärenergieversorgung der Türkei innerhalb von 17 Jahren verdoppelt. Die wachsende Wirtschaftsleistung der Türkei spiegelte sich mit einem drastischen Anstieg der installierten Gesamtkapazität von 31,8 GW auf 95,9 GW auch in der Stromerzeugungsinfrastruktur des Landes wider. Um den steigenden Bedürfnissen des Landes gerecht zu werden, wird erwartet, dass die derzeitige Kapazität bis 2023 110 GW erreichen wird, indem, wie im 11. Entwicklungsplan für 2019-2023 unterstrichen, weitere Investitionen vom privaten Sektor in Auftrag gegeben werden.

Mit dem Erfolg eines seit 2002 laufenden Privatisierungs- und Liberalisierungsprogramms wurden sämtliche Stromverteilungs- und 78 Prozent der Stromerzeugungsanlagen an den privaten Sektor übertragen, wodurch das Finanzministerium Einnahmen in Höhe von 23 Mrd. USD verzeichnen konnte. Im gleichen Zeitraum wurden rund 100 Mrd. USD an neuen öffentlichen und privaten Investitionen in Stromerzeugungs-, -übertragungs- und -verteilungsanlagen getätigt. Im Rahmen der Strategie zur Stärkung von Liberalisierung und Wettbewerb auf dem Markt wurde 2013 die Energiebörse Istanbul (EXIST) gegründet, die für die Verwaltung und den Betrieb der Energiemärkte einschließlich Strom- und Gasrohstoffe zuständig ist. 

Die Türkei ist ein Nettoenergieimporteur. Die Importabhängigkeit war die Hauptantriebskraft für die Formulierung und Umsetzung neuer Strategien und Investitionsmodelle zur Beauftragung lokaler und erneuerbarer Energiequellen. Die Türkei verfügt über ein beträchtliches Potenzial an erneuerbaren Energien, und die Nutzung dieses Potenzials hat in den letzten zehn Jahren zugenommen. Mit Stand Ende 2020 stellen Wasserkraft-, Wind- und Solarressourcen die überwiegende Mehrheit der erneuerbaren Energiequellen des Landes dar und machen 30,9 GW, 8,8 GW bzw. 6,7 GW der gesamten installierten Leistung aus.

Zudem verfügt die Türkei über beträchtliche Kohlereserven von insgesamt 17,3 Milliarden Tonnen, die hauptsächlich aus Braunkohle bestehen. Erwähnenswert ist auch, dass sich der türkische Erdgassektor stetig verbessert hat. Um die Versorgungssicherheit und die saisonale Gasversandkapazität zu erhöhen, hat die Türkei 2018 zwei Terminals der Floating Storage Regasification Unit (FSRU) in Betrieb genommen und die erste Phase des Erdgasspeichers Tuz Gölü (Salzsee) gestartet. Ein weiteres Ziel dieser Investitionen ist es, die Gasspeicherkapazität der Türkei bis 2023 von derzeit 4 Mrd. m³ auf 11 Mrd. m³ zu erhöhen.

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